Tätigkeitsbericht 2012

Der Tätigkeitsbericht 2012 beinhaltet: >

Forschungsprojekt

Gemeinsame Agrarpolitik nach 2013


Projektnummer: AWI/168/10

Projektbearbeiter: Tribl, Ch.; Kirner, L.; Hambrusch, J.; Wendtner, S.

Projektpartner: BMLFUW Abt. III/7, Matthias Reeh, Abt. III/6, Christian Rosenwirth Abt. II/5, Rupert Lindner, Abt. II/6, Ignaz Knöbl

Zeitraum: 2010 - 2010

Projektbeschreibung: 

Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der EU hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten von einer Politik der Marktregulierung hin zu einer Agrarpolitik entwickelt, die immer mehr von Direktzahlungen geprägt ist. Bis 2013 ist der fi nanzielle Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik für die laufende Programmplanungsperiode festgelegt; kleinere Adaptionen durch die Beschlüsse zum Health-Check werden bis 2012 umgesetzt. Ab 2014 gilt ein neuer Finanzrahmen für die GAP, im Zuge dessen mit einer Revision des Direktzahlungssystems in der EU zu rechnen ist. Es ist davon auszugehen, dass Direkzahlungen für die Landwirtschaft dann gewährt werden, wenn damit die nachhaltige Bereitstellung öffentlicher Güter einhergeht. Die Bedeutung von Maßnahmen des Klimaschutzes dürfte dabei eine wichtige Rolle spielen.

Die Volatilität der Preise für Agrarrohstoffe hat in der Vergangenheit stark zugenommen. Darüber hinaus könnte in

Zukunft der Klimawandel zu stärkeren Produktionsausfällen führen. In Hinblick einer zunehmenden Liberalisierung der GAP wird zurzeit diskutiert, ob und wie sich die Risiken für Agrarmärkte und für die landwirtschaftliche Produktion längerfristig abfedern lassen. Die Evaluierung bestehender Einkommenssicherungssysteme soll Grundlagen für die weitere Diskussion liefern.

Das vorliegende Projekt erarbeitet wissenschaftliche Grundlagen für die Positionierung der österreichischen Agrarpolitik nach 2013, wobei der Schwerpunkt bei der Ausgestaltung der Direktzahlungen der 1. Säule liegt. Die Auswirkungen unterschiedlicher Direktzahlungssysteme für die österreichische Landwirtschaft werden analysiert und Empfehlungen für die Umsetzung abgeleitet. Die verschiedenen zur Disposition stehenden Direktzahlungssysteme werden zudem auf ihre Relevanz für den Klimaschutz bewertet, da dieser eine spezielle Herausforderung für die GAP nach 2013 darstellt. Ein weiterer Aspekt der künftigen Ausgestaltung der GAP betrifft den Umgang mit Risiken und der Sicherung des landwirtschaftlichen Einkommens. Im Rahmen des Projektes sollen Risiken wie der Einfl uss des Klimawandels sowie Preisvolatilitäten hinsichtlich ihrer Wirkung auf die österreichische Landwirtschaft untersucht werden. Auf Grundlage dieser Untersuchung können in einem weiteren Schritt Strategien und Instrumente des Risikomanagements und damit zur Einkommenssicherung abgeleitet und bewertet werden.

Publikationen

Möglichkeiten einer Kompensation von Einkommensrückgängen in der österreichischen Landwirtschaft. In: Hambrusch, J., Hoffmann, C., Kantelhardt, J. und Oedl-Wieser, T. (Hrsg.), Jahrbuch der Österreichischen Gesellschaft für Agrarökonomie, Band 21, Heft 2 (S. 41 - 50). Wien: facultas.wuv  >

Risikomanagement: Kompensation von Einkommensrückgängen in der österreichischen Landwirtschaft. In: BMLFUW (Hrsg.), Grüner Bericht 2012, (S. 136-137), Wien  >

Unternehmerische Eigenverantwortung nimmt zu. Schweineprofi. Blick ins Land Selection. Sonderausgabe 4/2012, 6-7  >

Risikomanagement in der Landwirtschaft. Schriftenreihe der Bundesanstalt für Agrarwirtschaft Nr. 102  >

Kompensation von Einkommensrückgängen in der österreichischen Landwirtschaft. In: Tagungsmappe der Jahrestagung der Schweizer Gesellschaft für Agrarwirtschaft und Agrarsoziologie (SGA). Session B2: Landwirtschaftliches Einkommen (S. 1 - 2). Spiez: SGA. http://www.sga-sse.ch/agrarwirtschaft/SGA-Jahrestagung/2012-Spiez.html  >

Trends in der Agrarwirtschaft: Implikationen für die Milchwirtschaft in Österreich. Seminar für Leiter des Rechnungswesens von Molkereiunternehmen.Mondsee: 29. Nov. 2011  >

Effekte unterschiedlicher Prämienmodelle ab 2014 auf Rindermastbetriebe in Österreich. Tagungsband zur 21. Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Agrarökonomie. Bozen, 103-104  >

Mögliche Modelle zur Kompensation von Einkommensrückgängen in der Landwirtschaft. In: ÖGA-Tagungsband 2011, Diversifizierung versus Spezialisierung in der Agrar- und Ernährungswirtschaft (45-46). Wien/Bozen  >

Wettbewerbsfähige Rinderhaltung in Österreich nach Auslaufen der Marktordnungsprämien im Jahr 2013. Agrarpolitischer Arbeitsbehelf Nr. 40 der Bundesanstalt für Agrarwirtschaft  >

Agrarpolitische und betriebswirtschaftliche Optionen zum Risikomanagement in der Landwirtschaft. Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft. Wien: Studienendbericht  >

Ursachen von Einkommensänderungen landwirtschaftlicher Betriebe - eine Auswertung und Analyse von Buchführungsdaten. In: BMLFUW (Hrsg.), Agrarpolitische und betriebswirtschaftliche Optionen zum Risikomanagement in der Landwirtschaft für Agrarwirtschaft (S 142 - 176). Wien  >

Warenterminbörsen und Mutual Funds. In: BMLFUW (Hrsg.), Agrarpolitische und betriebswirtschaftliche Optionen zum Risikomanagement in der Landwirtschaft für Agrarwirtschaft (S 55 - 99). Wien  >

Kompensation von Einkommensrückgängen österreichischer Betriebe. In: BMLFUW (Hrsg.), Agrarpolitische und betriebswirtschaftliche Optionen zum Risikomanagement in der Landwirtschaft für Agrarwirtschaft (S 116 - 141). Wien  >